WIRTSCHAFTLICHKEIT

Ökostrom und Förderungen

Ökostrom ist Strom aus Erneuerbaren, also nicht fossilen Energieträgern. Dazu zählen Wind, Sonne, Erdwärme, Wasserkraft, Biomasse, Deponie-, Klär- und Biogas, Abfall mit hohem biogenen Anteil sowie Wellen- und Gezeitenenergie. Das Ökostromförderungssystem in Österreich wird hauptsächlich mittels Ökostrompauschale, Ökostromförderbeitrag und den Verkauf der Ökoenergie sowie der dazugehörigen Herkunftsnachweise finanziert.

Betreiber von geförderten Ökostromanlagen „verkaufen“ ihren Strom an die Ökostromabwicklungsstelle (OeMAG) und bekommen dafür die verordneten Einspeisetarife. Der Einspeisetarif wird gemäß der Ökostromverordnung vergütet (für das Jahr 2014 9,36 ct/kWh und 9,27 ct/kWh für das Jahr 2015). Somit ist eine moderate Risikoplanung für den Windkraftausbau gegeben.


Die Ökostromförderung ist im Ökostromgesetz geregelt. Das Ökostromgesetz 2012 ist mit 1.7.2012 in Kraft getreten. Darin sind Ziele bezüglich der Erzeugung von Strom aus geförderten Ökostromanlagen festgelegt und es regelt mit welchen Mitteln diese Ziele erreicht werden sollen. Im Zeitraum 2010 bis 2020 sollen z.B. zusätzlich 200 MW Biomasse und Biogas zugebaut werden. Im derzeitigen Ökostromgesetzt beträgt das jährliche Unterstützungsvolumen 50 Mio. EUR.

Versteckte Stromkosten

Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Mittels einer Studie wurden die Kosten konventioneller und erneuerbarer Energien sowie deren Förderungen verglichen. Die Ergebnisse sind eindeutig.

Die Stromkosten die auf jeder Haushaltsrechnung zu finden sind setzten sich zusammen aus den eigentlichen Kosten der Energieerzeugung, sowie Preisaufschlägen wie Netzentgelte, Stromsteuer, Mehrwertsteuer und die Konzessionsabgabe. Auch die Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, mit der die Kosten der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf die Verbraucher umgelegt werden, ist ausgewiesen. Nicht angeführt sind die Förderungen und „externe Kosten“ der konventionellen Energieträger Kohle, Gas und Atomenergie. Diese fallen dem Staatshaushalt zu lasten, der seine Ausgaben mittels Steuergelder wieder einholt.


Nach Aufbereitung sämtlicher Kostenpunkte ergeben sich folgende Strom-Gesamtkosten: Wasserstrom ist Spitzenreiter und somit kostengünstigste Variante Strom zu erzeugen, die Kilowattstunde kostet 7,6 ct, gefolgt von Windstrom mit 8,1 ct/kWh. Derzeit teuerste Energieform ist Atomenergie mit 16,4 bis 42,2 ct/kWh – je nach Risikoeinschätzung der Folgeschäden und Unfallwahrscheinlichkeit. Braun- und Steinkohlekraftwerke summieren sich auf 15,6 bzw. 14,8 ct.

 
http://www.foes.de/publikationen/studien/

Windparks und Tourismus

Die Schönheit des Landschaftsbildes ist ein wichtiges, sensibles und subjektives Thema. Viele Gemeinden nutzen Windparks für touristische Zwecke.
So wird zum Beispiel rund um den Neusiedler See für Besucher ein ermäßigter Besuch bzw. Besichtigung der nahe gelegenen Windparks erfolgreich angeboten. Und: Im Zuge des starken Windkraftausbaus im Bereich der „Parndorfer Platte“ sind die Tourismuszahlen in der Region nicht – wie viele vermuten und behaupten – gesunken, sondern im Gegenteil gestiegen! Wir denken nicht, dass hier viele Touristen aufgrund der Windräder in die Region gekommen sind. Aber klar ist, dass die Windräder sie auch nicht vom Urlaub im Burgenland abgehalten haben.

Profit und Wertschöpfung

Entschließt sich eine Gemeinde zum Bau eines Windparks, so ist dies nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, auch der Gemeinde und den Bürgern kommen die Vergütungen zu Gute. Eigentümer welche Ihre Grundstücke zur Verfügung stellen, erhalten finanzielle Entschädigungen und die auszubauenden Güterwege können von Landwirten bei ihrer Bewirtschaftung genutzt werden.

 

Auch die Wirtschaft wird angekurbelt, von der Planung bis zur Inbetriebnahme eines Windparks werden viele Unternehmen beschäftigt – angefangen von Planungstätigkeiten, Genehmigungsarbeiten und  Anlagenkonstruktion bis zur Beauftragung von lokalen Baufirmen für Infrastruktur, Kabelverlegung und Fundamentbau. Auch während der Dauer des Betriebes werden für Instandhaltung und Wartung 2 Arbeitsplätze pro Windrad geschaffen.

ALLE RECHTE VORBEHALTEN VENTUREAL 2014